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Echt wohlüberlegt

Die Schlachtung eines Tieres ist unvermeidbar. Das Tier zuvor gut zu behandeln, das ist unsere Pflicht als Menschen.

Echt wohlüberlegt

Die Schlachtung eines Tieres ist unvermeidbar. Das Tier zuvor gut zu behandeln, das ist unsere Pflicht als Menschen.

Für fast alle Menschen ist es heute völlig normal, dass Fleisch zu einer ausgewogenen Ernährung dazugehört. Wir schätzen es in nahezu allen Kulturkreisen und genießen es in den verschiedensten Zubereitungsformen. Ob direkt vom Erzeugerhof oder aus der industriellen Herstellung – um Fleisch zu erzeugen, müssen Tiere getötet werden. Diese Tatsache möchten wir bei der Darstellung unseres Unternehmens nicht auslassen, denn die Schlachtung ist ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Grund genug für uns, um dieses Thema offen anzusprechen und zu beschreiben, welche Haltung wir als Unternehmen und als Menschen dazu einnehmen.

Tierwohl und Schlachten – wie passt das zusammen?

Wie schonend kann ein Vorgang sein, an dessen Ende ein totes Tier steht? Diese Frage muss für jemanden, der nie in einem Schlachthof gewesen ist, paradox anmuten. Schließlich ist das Töten eines Tieres ein gewaltsamer Akt, was kann daran schonend sein?

So weit, so richtig. Doch bis es zur eigentlichen Schlachtung kommt, gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die man für ein Tier tun kann, um ihm unnötigen Stress oder gar Leid zu ersparen. Um das zu erreichen, muss man die Tiere zunächst einmal gut kennen. Natürlich nicht jedes einzelne Tier, sondern die Tierart als solche: ihr Verhalten, ihre Vorlieben und ihre Ängste.

Rinder und Schweine verstehen

Sowohl Rinder als auch Schweine reisen nicht gern. Schon gar nicht auf engem Raum und dann noch über weite Strecken. Nicht zuletzt darum verfolgen wir bei Steinemann das Prinzip der Regionalität.

Wir beziehen die Tiere aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometern, von Höfen, die wir persönlich kennen und regelmäßig besuchen. Dadurch wissen wir, dass die Tiere bei der Aufzucht gut behandelt wurden. Gleichzeitig vermeiden wir stundenlange Transporte und vermeiden dadurch unnötigen Stress.

Herdentiere brauchen die Gruppe

Damit die Tiere nach einem Transport schnell zur Ruhe kommen können, werden sie gemeinsam in einen eigenen Bereich gebracht, in dem sie sich als Herde aufhalten können. Zur Schlachtung werden sie daher ausschließlich in kleinen Gruppen geführt, um ihnen die Aufregung einer Vereinzelung zu ersparen.

Vor dem Schlachten wird jedes Tier einzeln betäubt. Das geschieht in unserem Betrieb mit einem elektrischen Betäubungsschuss. Das Tier ist in Sekundenschnelle bewusstlos und bleibt dies auch bis zum Ende des Schlachtungsvorgangs.

Wie kann man sicher sein, dass dieses Verfahren funktioniert?

Bei unserer Schlachtmethode darf nichts dem Zufall überlassen werden. Wir möchten uns in jedem einzelnen Fall davon überzeugen, dass kein Tier unnötig leiden musste. Darum wird die Schlachtung rund um die Uhr per Videokamera überwacht.

Bei der Auswertung können wir uns davon überzeugen, dass es den Tieren bis zuletzt gut ging. Und wenn es wirklich einmal einen Ausnahmefall gibt, dann hilft uns die Aufnahme dabei, den Grund zu erkennen, diesen gemeinsam zu diskutieren und für die Zukunft auszuschließen.

Apropos Zukunft: Wir forschen in Sachen Tierwohl

Erfahrung ist wichtig, ganz besonders in der Schlachtung. Aber allein darauf möchten wir uns nicht verlassen. Darum stehen wir im ständigen Austausch mit Forschung und Wissenschaft, um den Vorgang der Schlachtung immer weiter zu verbessern.

Dabei geht es sowohl um unser Verständnis für das Tier und sein Verhalten als auch um die Qualität und Eignung unserer Geräte und Verfahren. Beide Aspekte sind bedeutend, um das Wohl des Tieres auf seinem letzten Weg so gut wie möglich zu bewahren.